10.03.2018, von Jonas Guderian

Gemeinsam stark für Dithmarschen

Samstag der 10. März war mal ein etwas anderer Dienst als sonst, denn diesmal stand eine gemeinsame Übung mit Helferinnen und Helfern des Ortsverbandes Meldorf an.

Der Anhänger des Einsatz-Gerüst-Systems an der Übungsstelle.

Gegen 08:00 Uhr trafen circa 30 Helferinnen und Helfer der beiden Ortsverbände in der Heider Unterkunft ein. Nach einem gemeinsamen Frühstück und der Lagebesprechung wurde auf das Gelände der Stadtwerke Heide verlegt, wo die Übung stattfand. Die beiden Ortsverbände wurden in kleine Trupps aufgeteilt und auf dem gesamten Gelände gab es insgesamt 4 verschiedene Stationen.

Bei Station 1 lag die Aufgabe darin, mithilfe des Bohrhammers einen Wanddurchbruch zu erschaffen, um mögliche Verletzte zu retten. Die Wand war aber nicht nur aus Steinen, sondern dahinter waren zusätzlich Holzpaletten, welche ebenfalls entfernt werden mussten. Dann machte sich ein Erkundungshelfer auf den Weg in den Raum, um diesen auf verletzte Personen zu durchsuchen, wobei er jedoch auf niemanden traf und selbst zum (gestellten) Verletzten wurde, welcher durch seine Kameraden und Kameradinnen mittels Schleifkorb gerettet wurde. Nach kurzer Besprechung begann der Rückbau für die nächste Gruppe und die Stationen wurden gewechselt.

Die Situation bei der zweiten Station war, dass es in einem der Gebäude eine Gasexplosion gab und im ersten Stockwerk eine verletzte Person lag, zu der aber alle Wege bis auf dem Arbeitsschacht versperrt waren. Zuerst wurde eine Leiter aufgestellt, wodurch eine betreuende Person zum Verletzten geschickt wurde und zwei weitere Helfer hinaufgingen, um dort die Teile für den Bau eines Auslegers in Empfang zu nehmen. Mit dem Gestänge des Einsatz-Gerüst-Systems wurde dann ein Ausleger gebaut, mit dessen Hilfe dann der Verletzte im Schleifkorb heruntergelassen werden konnte.

Das Szenario der dritten Aufgabe war, dass ein Arbeiter in einem mit Wasser gefüllten Schacht verletzt war und nicht selbstständig wieder hinauskam. Also wurde zu aller erst ein Helfer mit Watstiefeln gesichert und zum Verletzten heruntergelassen. In der Zwischenzeit wurde ein Leiterbock gebaut und in diesen wurde das Abseilgerät eingehangen. Mit Hilfe des Rettungstuchs wurde der Verletzte dann nach oben gezogen und konnte somit gerettet werden.

Die letzte Station war aber die längste und schwerste Aufgabe zugleich, denn ein circa 6 Tonnen schwerer Stahlbetonblock musste zuerst angehoben und dann bewegt werden. Diese Aufgabe verlangte den Helferinnen und Helfern alles ab, denn durch den Regen war der Boden äußerst weich und das Anheben gestaltete sich als äußerst schwierig. Nach vielen vergeblichen Versuchen gelang es ihnen aber dennoch den Block anzuheben und schließlich auf Rundhölzer zu packen, um ihn letztlich mit Hilfe des Seilzugs zu bewegen.

Abschließend lässt sich sagen, dass diese Übung ein voller Erfolg war und die gemischten Gruppen sehr gut miteinander agiert und gearbeitet haben und letztlich die Zusammenarbeit der beiden Ortsverbände gestärkt wurden. Ein großer Dank gilt den Heider Stadtwerken, welche uns immer wieder tatkräftig unterstützen und so wie dieses Mal uns deren Gelände zur Verfügung gestellt haben.


  • Der Anhänger des Einsatz-Gerüst-Systems an der Übungsstelle.

  • Fertiger Ausleger mit dem Abseilgerät zur Personenrettung.

  • Absicherung mit Gerätekraftwagen auf Verkehrswegen.

  • Wanddurchbruch mit Hilfe des Bohrhammers.

  • Helfer in Watstiefeln mit Sicherungsgurt.

  • 6 Tonnen Stahlbeton werden durch die Helferinnen und Helfer bewegt.

  • Ein Erdanker dient als Gegenspieler gegen den Stahlbetonblock.

  • Gerätekraftwagen 1

  • Absicherung der Einsatzstelle mit Gerätekraftwagen.

  • Leiterbock zur Schachtrettung.

  • Leiterbock auf dem Schacht mit dem Abseilgerät.

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